"Diese Rose
ist der Spiegel  unserer Seele",

so sagte eine Freundin mal zu mir.


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Sie stand immer an einem Ort. Über Jahre wuchs sie nicht,
sie blühte nicht, sie ging auch nicht zerbrochen.
Sie war einfach da.
Es war so, als ob sie auf irgendwas gewartet hätte.

 

 

Ich hab sie gegossen und gedüngt. Sie hatte Blätter, sehr kleine
aber im Herbst verlor sie diese wieder.

Als mein Schatz zu mir zog und den Garten neu gestaltete,
kam er auch an dieses Rosenstöckchen vorbei.

"Was soll mit ihm geschehen?", fragte er und wollte es ausziehen.
Ich bat, es stehen zu lassen. Nur widerstrebend hörte er auf mich.
Im 2. Jahr sagte er:" Die Rose muss weg, sie kommt doch nicht, was soll sie da rum stehen."

 

 Ich hatte irgendwie Mitleid mit ihr und meinte:
"Du, wir versetzen sie mal an einen anderen Ort,
vielleicht kommt sie doch noch."


 Wir gruben sie aus.
Ich kappte ihre noch immer guten Wurzeln und wir pflanzten sie in unser Rosenrondell.

 

Und wir träumten von unserem Rosenstock
     
 


Meine Rose hatte wieder Blätter, sehr klein aber keine Blüten.
Wir verzweifelten bald  und mein Schatz ging jeden Morgen zu ihr und sagte immer den gleichen Spruch
"Wenn du jetzt nicht anfängst auszuschlagen,
dann reiße ich dich wirklich aus"
 


Es verging der Sommer, der Herbst und der Winter
und das Rosenstöckchen rührte sich nicht.

 

 

 

 

 

Wir fuhren eine Woche in Urlaub.
Als wir zurück kamen, waren viele kleine Austriebe da. 
                                        

Im Sommer kamen die ersten Blüten
Es waren unsere Blüten.

Inmitten eines Gartens wuchs ein Rosenstrauch,
der war ganz voller Rosen,
und in einer davon, der schönsten von allen,
wohnte ein Elf; er war so winzig klein,
dass kein menschliches Auge ihn sehen konnte,
hinter jedem Blatt in der Rose
hatte er so wohlgestalt und hübsch,
wie ein Kind nur sein konnte,
und hatte Flügel an den Schultern,
hinab bis zu den Füßen.
Oh, es war ein Duft in seinen Zimmern,
und wie hell und schön waren die Wände!
Sie waren ja die feinen hellrosa Rosenblätter.


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Wir verglichen diesen Rosenstock mit unserem Leben.
Das Blühen der Rose war wie ein Zeichen für uns
und sie wurde zum Symbol für unser Leben.

 


S
o Regina,
jetzt weißt du unsere Geschichte, die mit der Rose so gleich ist.
Siehst du Regina, so geht es im Leben.
Diese Rose hat über Jahre gewartet, bis sie blühen kann -- genau wie ich, dass ich wieder glücklich werden kann.